Gutachten aktuell


Die virtuelle Live-Fortbildung


Programm 2022 >>
Logo Förderung
Fortbildungen

Live-Fortbildungen


Das Kompetenzzentrum für Gutachten bietet Fortbildungsinteressierten Live-Fortbildungen aus allen Bereichen des Gutachterwesens. Renommierte ExpertInnen referieren zu aktuellen Themen und laden zur Diskussion ein. Das etablierte virtuelle Konferenzsystem ermöglicht donnerstags um 17.00 Uhr ortsunabhängige Teilnahme an einstündigen Seminaren auf höchstem Niveau.

Wenn Sie die Live-Fortbildungen des Kompetenzzentrums für Gutachten buchen möchten, können Sie hier ein Konto einrichten. Mit ihren Zugangsdaten können Sie sich dann einloggen und buchen.
Sollten Sie bereits über ein Konto und Zugangsdaten verfügen, können Sie sich hier direkt einloggen und buchen.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über das aktuelle Seminarangebot sowie weitere Details zu den Kosten und Möglichkeiten der Anrechnung als Fortbildungsveranstaltung.


Fortbildungen zum Familienrecht


10. März 2022
Datenschutz an der Schnittstelle zwischen Jugendamt und Dritten
Referent: Prof. Dr. Jan Kepert,
Hochschule Kehl
>> Mehr
Das Jugendamt ist dem Sozialdatenschutz verpflichtet. Dieser ist ein wichtiges Instrument der Tätigkeit der Jugendhilfe. Im Einzelfall kann der Datenschutz aber auch zu Problemen bei der Datenverarbeitung mit Dritten führen. Möglichkeiten und Grenzen der Datenverarbeitung werden im Rahmen des Vortrags beleuchtet.
15. September 2022
Kindschaftssachen und häusliche Gewalt
Referent: Dr. Thomas Meysen,
International Center for Social-Legal Studies (SOCLES)
>> Mehr
In familiengerichtlichen Kindschaftsverfahren um die elterliche Sorge und den Umgang nach häuslicher Gewalt überlagern die Schutzbedürfnisse der Kinder sowie gewaltbetroffenen Elternteile das Einigungsparadigma in Trennungs- und Scheidungskonflikten. Familienpsychologische Sachverständige haben nicht die Aufgabe, das Gewaltgeschehen aufzuklären, sondern widmen sich vor allem den Belastungen, Ängsten und Bedrohungen sowie der Motivation für die Kontaktwünsche und der Verantwortungsübernahme für eine künftig gewaltfreie Wahrnehmung der Elternrolle. Der Vortrag erläutert die rechtlichen Grundorientierungen, um anschließend die Anforderungen an familienpsychologische Gutachten zu diskutieren.
11. November 2022
Die Kindeswohlgefährdung in der familiengerichtlichen Praxis
Referent: Monika Clausius,
Sekteninfo NRW
>> Mehr
Nach der gesetzgeberischen Intention soll das Kindeswohl die grundlegende Leitlinie des elterlichen Handelns sein. Folgend aus Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG obliegt zuvorderst den Eltern das Recht auf Pflege und Erziehung ihrer Kinder. Dieses grundlegende Elternrecht kann allerdings mit dem aus Art. 2 Abs. 1 GG folgenden Anspruch des Kindes auf staatlichen Schutz, d.h. dem staatlichen Wächteramt kollidieren.
Im familiengerichtlichen Verfahren ist neben den rechtlichen Voraussetzungen zur Annahme einer Kindeswohlgefährdung, die ein gerichtlichen Eingreifen rechtfertigen können, auch der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit hinsichtlich der zu ergreifenden Maßnahmen intensiv zu prüfen. Vor allem auf der Ebene der Verhältnismäßigkeitsprüfung sind die in der höchstrichterlichen Rechtsprechung entwickelten Grundsätze bei der Differenzierung des Wahrscheinlichkeitsgrades der Gefährdung auf Tatbestands- und Rechtsfolgenebene besonders zu berücksichtigen.
Beleuchtet werden sollen letztlich neben Fragen des Informationsgewinns zu Kindeswohlgefährdungen und deren Verwertung auch die den Familiengerichten zur Verfügung stehenden Eingriffsmöglichkeiten.

Weiter- und Fortbildungen zu weiteren Rechtsthemen


24. März 2022
Therapie oder Glaubhaftigkeit ?! - Psychotherapeutische Behandlung bei laufenden Strafverfahren
Referent: Dr. Jonas Schemmel,
Psychologische Hochschule Berlin (PHB)
>> Mehr
Geschädigten wird zuweilen davon abgeraten, während eines noch laufenden Strafprozesses eine Psychotherapie zu beginnen, da dies ihre Erinnerungen zu Ungunsten ihrer Glaubhaftigkeit verändern könne. Im Vortrag wird erläutert, dass es unter spezifischen therapeutischen Rahmenbedingungen tatsächlich zu einer Induktion von Scheinerinnerungen kommen kann, der suggestive Einfluss von Psychotherapien aber wesentlich geringer ausfallen dürfte, wenn diese problematischen Rahmenbedingungen nicht vorliegen. Vor diesem Hintergrund wird dargelegt, unter welchen Voraussetzungen das suggestive Risiko von Psychotherapien erheblich vermindert sein dürfte, sodass ein pauschales Abraten von einer Behandlung während eines laufenden Verfahrens insgesamt sachlich nicht begründet erscheint.
27. Oktober 2022
Aussagepsychologie - Chancen und Grenzen
Referent: Prof. Dr. Michaela Pfundmair,
Vorsitzende der Sektion Rechtspsychologie BDP, Hochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung
>> Mehr
Aussagepsychologische Begutachtungen kommen im deutschen Rechtssystem vielfach zum Einsatz, wenn Aussage gegen Aussage steht und ein Gericht nicht über ausreichend Sachkunde verfügt, um zu bewerten, ob die Aussage des Zeugen oder der Zeugin, meist die des vermeintlichen Opfers, auf wahrem Erleben beruht oder nicht. Neben einem Überblick über die Logik und Chancen der Aussagepsychologie wird sich der Vortrag mit den Grenzen dieser Methode befassen. Dabei werden sowohl methodische Limitationen als auch aktuelle Kritikpunkte (wie der mancherorts postulierte mangelnde Einbezug von Erkenntnissen der Traumaforschung oder die teils bemängelten Entscheidungsspielräume der Methode) adressiert.

Weiter- und Fortbildungsbescheinigung


Weiter- und Fortbildungsbescheinigungen werden erteilt. Für FachpsychologInnen für Rechtpsychologie BDP/DGPs wird 1 UE/Veranstaltung gem. §§ 4.2 und 4.9 WBO als Weiter- und Fortbildung vergeben.

Procedere


Für die Teilnahme benötigen Sie einen Computer mit Internetanschluss sowie ein Headset. Technischer Support ist gewährleistet. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die IT-Abteilung, Patrick Niebergall, Tel. 0251 16 24 55 52.